Abenteuer-Biwak 2008

Am 06.09. war es wieder einmal soweit, die Bergfreunde riefen zum traditionellen Abenteuerbiwak der Klettermonster im Brumleytal (BT). In diesem Jahr waren wir nicht ganz so viele wie in 2007, aber dies tat dem Ganzen keinen Abbruch. 14 Kinder und 8 Erwachsene fanden den Weg ins BT, um das Wochenende mit Klettern und anderen interessanten Aktivitäten zu verbringen.

Eindeutig vorteilhafter war dieses Jahr das Wetter. Die Prognose für beide Tage war sehr gut, sodass alle frohen Mutes um 14:00 Uhr im BT eintrafen.

Wie im letzten Jahr haben wir auch diesmal gezeltet und jeder baute erst einmal sein eigenes Biwak. Nachdem alle Zelte aufgebaut waren, ging es sofort ans Klettern. Gott sei Dank ohne einen einzigen Regentropfen. Unterbrochen wurden die Kletteraktionen nur durch gelegentliches Kuchenfassen an der wie immer reich gedeckten Kaffeetafel. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung.

Gegen 18:30 kam wieder einmal die große Stunde von Jürgen. Wie jedes Jahr nahm er sich des Grills an und feuerte diesem ordentlich ein. Das Gegrillte war wieder ausgezeichnet und führte dazu, dass der eine oder andere ein Stück mehr gegessen hat als geplant. Unterstützt wurde dies natürlich von verschiedenen Salaten, die davon zeugten, dass die Spender nicht nur Kuchen backen können, sondern auch für das Abendessen ausreichende Qualitäten haben.

Wer dachte, dass damit die Kletteraktionen ein Ende hatten, sah sich getäuscht. Bis 20:30 Uhr wurde stramm weiter geklettert. Dann wurde es doch zu dunkel und die Seile wurden abgebaut.

Wer nun allerdings den Samstag ruhig ausklingen lassen wollte, wurde auch hier eines Besseren belehrt. Helmut rief und fast alle kamen um das Doctor’s Lock und Hexenpütt kennen zu lernen. Als es dunkel genug war, machte sich die Gruppe auf den Weg. Mit Taschen- und Stirnlampen ging es zuerst Richtung Parkplatz, um dann unvermittelt rechts auf den Hermannsweg abzubiegen. Nach einer weiteren guten ½ Stunde, wir hatten zwischenzeitlich zwei verloren (sind mit dem Papa zurückgegangen), erreichten wir das Doctor’s  Lock, eine kleine Höhle am Weg. Der eine oder andere wäre wahrscheinlich lieber dort geblieben, um zu schlafen. Nachdem jedoch die Mutigen im Hexenpütt eine Geschmackprobe des Hexenbräus genommen hatten, machten wir uns auf den Rückweg, der von gelegentlichen Schreien eines Kauzes begleitet wurde.

Ziemlich müde und schlapp erreichten wir nach einer guten Stunde Nachtwanderung wieder unser Lager. Am Lagerfeuer wurde dann noch lange geklönt und Stockbrot gebacken. Ich weiß bis heute nicht, wie man es hinbekommt, dass es außen nicht verbrannt  und innen nicht roh ist. Leider fehlte uns dieses Jahr die Gitarre, so dass sich die musikalische Untermalung eher auf MP3 Player reduzierte. Rudi, bitte sei nächstes Jahr wieder mit dabei!!!!

Irgendwann hatten sich dann alle in ihre Zelte zurückgezogen. Bis auf eine, die wollte unbedingt im Auto schlafen, weil es im Zelt angeblich nicht ging und das Schnarchen eines Mitbewohners eine Nachtruhe sowieso unmöglich machen würde. Na denn!!??

Einen Wecker hatte diesmal glücklicherweise niemand mit und wir konnten in Ruhe ausschlafen. Was man bei einer solchen Veranstaltung eben ausschlafen nennt. Um 08:00 Uhr wurden die Brötchen geholt und alles versammelte sich zum Frühstück. Mit Instantkaffee, Kakao und Milch sowie einem fantastischen Frühstücksbuffet wurde der Tag begonnen.

Als alle gesättigt waren, ging es wieder ans Klettern. Die Seile wurden gelegt und der/die eine oder andere traute sich schon viel mehr zu als am Tag zuvor. So wurden viele persönliche Rekorde geknackt. Wer gerade nicht am Seil war, versuchte sich im Bouldern oder streunte durch das Gelände.

Nebenbei faszinierte unser Chefpyromane Jürgen besonders die Jüngeren damit, wie man Feuer macht ohne Feuerzeug oder Streichhölzer, nur mit einem Feuerstein und getrockneten Pilzen. Selbst der eine oder andere Erwachsene staunte nicht schlecht, als es auf einmal wieder im BT qualmte.

Wer dachte, dass Jürgen damit sein Pulver verschossen hatte, der irrte. Gegen 12:30 Uhr roch es nicht nur nach Feuer, sondern auch schon wieder nach Grillfleisch und Würstchen. Eine den Aktivitäten entsprechende Mahlzeit wurde eingenommen, ohne dabei aus dem Auge zu verlieren, dass man noch ein wenig klettern wollte.

Wer sein Biwak noch nicht abgebaut hatte, tat dies im Anschluss an das Mittagessen und gegen 14:30 Uhr wurde dann zum allgemeinen Aufbruch geblasen.

Als Fazit kann man sagen, dass es wieder eine gelungene Veranstaltung war, auch weil in diesem Jahr das Wetter wieder mitgespielt hat und wir wirklich viel und ausgiebig klettern konnten. Allen hat es auch dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht und nicht nur wir freuen uns schon auf das nächste Biwak im September 2009.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben, sei es durch Kuchen- oder Salatspenden, Grillen oder auch einfach nur durch ihre Anwesenheit.

Schön wäre es nur, wenn wir vielleicht noch mehr Mitgliederkinder aktivieren könnten, bei uns einmal im Monat mitzumachen. Der Spaß ist garantiert und das Beste ist, dass die Erwachsenen selbst ebenfalls zum Klettern kommen.

Auf ein Neues im nächsten Jahr, bis September 2009

Eure Teamer Sonja und Helge